Paveier

Eine bekannte Band im Bereich der Kölschen Mundart- und Karnevalsmusik sind die Paveier. Sie gehören neben Musikgruppen wie de Räuber, oder den Bläck Fööss, den Höhnern und Brings zu den renommiertesten Bands im Kölner Karneval. Bandmitglieder sind Micky Brühl (Gesang), Hans „Bubi“ Brühl (Gitarre), Klaus Lückerath (Gitarre und Gesang), Bodo Schulz (Bassgitarre) sowie Detlef Vorholt (Keyboard).

Die Paveier gingen im Jahr 1983 aus der ehemaligen Kölsch-Country-Band „Colonia Rangers“ hervor. Unter dem neuen Bandnamen „Paveier“ konzentrierte man sich von diesem Zeitpunkt an auf rein kölsche Musik, ohne Songs aus dem Countrybereich. Der Name Paveier heißt übersetzt so viel wie „Pflasterleger“ und geht scheinbar auf eine Bezeichnung aus der Zeit Napoleons zurück („pavé“ = Straßenpflaster). Das Wort war in Köln bereits vor der Bandgründung bekannt und wurde nicht nur dort, sondern auch in anderen Regionen Westdeutschlands und der Niederlande verwendet. Zu dem Bandnamen gerieten die Paveier eher durch Zufall: Heidi Knipp, Ehefrau des Komponisten und Texters kölscher Songs Hans R. Knipp, hatte die Bezeichnung auf Geratewohl aus einem Wörterbuch ausgewählt.

Seit ihrer Gründung besteht die Band bis heute in ihrer ursprünglichen Besetzung. Hans Knipp ist bis heute der hauptsächliche Komponist und Songtexter der Gruppe, der den Paveiern mit ersten Songs wie „Am Ruusemondach“ und „Ich nemm d’r Dom met“ eine Zusammenarbeit mit EMI Electrola verschaffte. Schon bald wurden sie auch von Gerig Musikverlagen unter dem Label PAPAGAYO vermarktet, und wenig später rief die Band ihr eigenes Label, Pavement Records, ins Leben. Unter diesem Label wurden auch andere Erfolgsbands aus Köln, wie De Räuber oder die Bläck Fööss oder Wise Guys produziert. Bandmitglied Detlef Vorholt ist Geschäftsführer von Pavement Records.

Paveier sind ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Sie bringen jede Faschingsveranstaltung in Köln und Umland zum ausgelassenen Feiern und treiben die Stimmung gekonnt in die Höhe. Zu ihren größten Hits zählen unter anderem „20 Erfolge“ (1988), „Beinah“ (1993), „Zwesche Himmel un Ääd“ (1995), „Let’s go Kölle“ (2001) und „Zom Aanpacke“ (2006).

Leave a Comment