De Räuber
Die Mundartgruppe „de Räuber“ haben ihren Ursprung im Kölner Karneval. Die meisten Songs, die von der Band eigens komponiert und gespielt werden, sind in kölscher Sprache gehalten, einige jedoch auch in Hochdeutsch. Zu den Bandmitgliedern zählen Frontmann und Gitarrist Karl-Heinz Brand, Keyboarder Kurt Feller, Drummer Wolfgang Bachem, E-Bassist Matthias Kalenberg sowie Gitarrist Gino Trovatello.
De Räuber existieren bereits seit dem Jahr 1991. Seitdem treten sie in Deutschland sowie in den Nachbarländern Belgien, Holland, Luxemburg und Österreich ebenso wie in Spanien auf. Bereits drei Mal vollzogen sie eine Tournee durch Namibia, Afrika und waren Teilnehmer des German Folklore Festivals in Pennsylvania, USA. Als erste Mundartband überhaupt traten de Räuber gemeinsam mit den „Paveiern“ im renommierten Riu-Palaca auf Mallorca auf und verhalfen auf der spanischen Urlaubsinsel der kölschen Musik zum Erfolg.
Neben Live-Konzerten widmeten sich de Räuber auch über 150 Rundfunk- und TV-Produktionen, unter anderem für die Fernsehsender ARD, ZDF, RTL sowie WDR und SWR. Sie veröffentlichten insgesamt 7 Musikalben und diverse Maxi-CDs. Der Sprung in die Top 100 der deutschen Media Control-Charts gelang ihnen mit ihren Hits „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert“, „Alles für die Katz“ und auch „Ich habe was, was du nicht hast“. Elf Wochen lang war ihr Schmusesong vom „Kölschen Boot“ in den Cologne Charts zu finden, der Walzer-Hit „Ding Auge“ erreichte Platz 2 in der Hörerhitparade des WDR4.
Auf dem Karneval begeistern de Räuber mit zahlreichen Gute-Laune-Songs, die zum Mitsingen und Tanzen einladen. Zwei der größten Karnevals-Hits waren bislang „Sulang die Botz noch hält“ aus dem Jahr 2006 und „Was wären die Männer ohne Weiber?“ aus dem Folgejahr. Vom Kölner EXPRESS erhielt die Mundartband bereits dreimal den Närrischen Oskar verliehen, vom Fernsehsender ZDF wurden sie mit dem „Kölschen Hätz“ für ihre Erfolge im Karneval bedacht.
Der ehemalige Gitarrist von de Räuber, Norbert Campmann, verstarb an den Folgen einer Lungenembolie im Mai 2007. Ihm widmete die Band daraufhin ein Schild an ihrem Prunkwagen bei der German-American Steubenparade in New York mit der Aufschrift „Nobbi of the Räuber, We miss you!“.
Zu den bekanntesten Songs von de Räuber im Laufe ihrer Musikkarriere gehören unter anderem (außer den bereits erwähnten) die Hits „Titicacasee“, „Da wa ja ma Haar da“, „Schau mir in die Augen“ und „Kleine Mädchen müssen früher schlafen gehen“.
Vom Karneval in Köln sind de Räuber bis heute nicht mehr wegzudenken und stellen dort eine feste und allseits beliebte Institution dar, die für die richtige Karnevalsstimmung sorgt.
