Kölle-Alaaf
In der Karnevalszeit hört man den Kölschen Schlachtruf „Kölle Alaaf!“ aus jeder Ecke. „Alaaf“ darf jedoch keinesfalls mit dem Jubelruf „Helau!“ verwechselt werden, der beispielsweise auf dem Mainzer oder Düsseldorfer Karneval zelebriert wird. Im rheinischen Dreieck Köln – Bonn – Aachen wird ausschließlich „Alaaf!“ gerufen. Hier Helau zu rufen ist genauso schlimm, wie im “echten” Rheinland ein Altbier zu bestellen;-)
Der Ausruf Kölle Alaaf, häufig auch fälschlicherweise Allaf, Allaaf bzw. Kölle Allaf geschrieben, konnte erstmals im Jahr 1635 in schriftlicher Form nachgewiesen werden – und zwar in einer Bittschrift von Fürst Metternich an den Kurfürsten von Köln. Der Begriff „Alaaf“ leitet sich vermutlich aus dem altkölschen Ausdruck „all af“ ab und steht in etwa für „Köln vor allem (anderen)!“. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde „Kölle Alaaf“ allerdings nicht im Karneval als Schlachtruf verwendet, sondern als Lob- und Trinkspruch. Erst im 19. Jahrhundert, als sich der Karneval in der rheinischen Gegend immer mehr etablierte, avancierte „Kölle Alaaf“ zum weit verbreiteten Jubelruf auf Faschingsveranstaltungen. Heute ist ein Karneval in Köln oder Bonn ohne „Alaaf“ überhaupt nicht mehr vorstellbar. Auch in dem sehr bekannten Lied “Denn wenn et Trömmelche jeht” der Karnevalsband “De Räuber” wird im Refrain der beliebte Satz gesungen: “Kölle Alaaf Alaaf, Kölle Alaaf!”