Gerade auch für Karnevalisten ist die Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg ein wirkliches Drama. Während die Jecken mit den Familien und Freunden der Opfer trauern fragen sie sich, ob ein solches Unglück nicht auch bei den diversen Großveranstaltungen im Karneval möglich wäre. So kommen allein zum Kölner Rosenmontagszug regelmäßig mehr als eine Millionen Menschen. Somit handelt es sich um ein Event der gleichen Größenordnung wie in Duisburg.
Die Verantwortlichen in Köln beruhigen aber. In der Tat spricht alles gegen eine solche Tragödie:
- Die Karnevalshochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf haben im Gegensatz zur Stadt Duisburg jahrzehntelange Erfahrungen mit den jedes Jahr wiederkehrenden Großveranstaltungen.
- Es gibt keine abgeschlossenen Areale, beim Straßenkarneval sind so gut wie alle Straßen und Plätze offen bzw. können jederzeit binnen Sekunden geöffnet werden. Es gibt also weder einen Ein- noch Ausgang. Genau in diesem Einlassbereich kam es aber bei der Loveparade zu der Panik.
- Baustellen oder Züge werden um den Karneval herum geplant bzw. geleitet.
- Rettungswege und Fluchträume sind seit Jahren bekannt.
Somit können die Jecken hoffen, dass auch am 11.11.2010 sowie an Weiberfastnacht und am Rosenmontag 2011 wieder alles ohne größere Zwischenfälle abläuft. Denn dies sind in der Regel die Tage, an denen auf den Straßen am meisten gefeiert wird.