Helau

Der Narrenruf „Helau!“ ist ein vielen Karnevalshochburgen weit verbreitet. Er wird genutzt, um sich auf dem Fasching gegenseitig zu begrüßen und beim Feiern und bei Faschingsumzügen zuzujubeln. Helau wird entweder als einfacher Ruf verwendet, oder aber zweigeteilt, indem die erste Silbe von einem Vorrufer ausgerufen, und mit der zweiten Silbe von der Narrenschar darauf geantwortet wird („He-lau“). Ein Klassiker ist Düsseldorf Helau oder Main Helau. Auf keine Fall sollte man in Köln oder Bonn und Siegburg Helau rufen, denn dort wird mit Alaaf bzw. Kölle Alaaf gegrüßt! Auch sollte man im Schriftlichen das fälschlicherweise verwendete Hellau vermeiden.


Woher die Bezeichnung Helau eigentlich kommt, darüber herrscht bis heute Uneinigkeit. Es wird vermutet – so auch der Mainzer Fastnachtshistoriker Kipplinger -, dass der Ursprung des Wortes auf den biblischen Ausdruck „Halleluja“ zurückzuführen ist, dessen hebräische Schreibweise dem närrischen „Helau“ sehr ähnelt. Andere Erklärungsversuche weisen darauf hin, dass „Helau“ am Niederrhein einmal als Hirtenruf verwendet worden sei, oder sich „Helau“ auch mit „Hölle auf“ oder „Hel auf“ (Hel ist die germanische Göttin der Unterwelt) übersetzen ließe. Auch diese Bedeutung könnte durchaus ihre Richtigkeit haben, da Karneval ja ursprünglich auch gefeiert wird, um böse Geister zu vertreiben.

Erstmals ins Leben gerufen wurde „Helau“ in Düsseldorf. Eine Mainzer Abordnung, die sich 1935 zum Karneval in Düsseldorf einfand, brachte den Schlachtruf von dort mit und führte diesen ab 1937 unter dem Mainzer Ober-Narr Henry Bender auch in der Mainzer Region statt des vorherigen „Hurra“ ein. Heute ist der Narrenruf weit verbreitet und wird in vielen Städten und Regionen beim Fasching ausgerufen.

Aber an einem kann das nichts ändern: Selbst wenn die Kölner Jecken die Lampen an haben wird man sie nicht überzeugen können, Helau zu rufen.

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